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<b>Rezept:</b> Brennnesselpesto
Hauptgericht, Vegetarisch

Rezept: Brennnesselpesto

Nach den Brennesselbratlingen und dem Löwenzahnsalat habe ich heute das nächste Rezept, das du quasi direkt aus dem Garten auf den Tisch bringen kannst: ein Brennnesselpesto.

Das Pesto hat hier auf dem Blog schon fast eine Tradition, so habe ich in der Vergangenheit immer mal wieder Pestos verwendet und neue ausprobiert. Dabei ging es nicht immer nur um die Traditionellen mit Basilikum, sondern auch um andere Alternativen, wie einem Walnusspesto für einen gefüllten Kürbis oder ein Pesto aus Bärlauch.

Da aber gerade die Hochsaison des sonst so verhassten Unkrauts Brennnessel ist und sich davon schiere Unmengen im Garten oder im Wald wiederfinden, dachte ich mir, wäre es cool, wenn man auch in der heimischen Küche mehr Verwendung dafür finden würde.
 

Rezept für Brennnesselbratlinge

 

Wichtig dabei war mir zunächst, dass man die Brennnessel nicht zu viel anfassen muss, da ich das selber nicht wirklich mag und dass das Rezept so einfach wie möglich umzusetzen geht. Beides kommt in dem Rezept für Brennnesselpesto ganz super zusammen, da man eigentlich alles nur in einen Mixer schmeißen muss.

Dadurch hat man wenig Ärger mit den Brennhaaren der Brennnessel und bekommt ohne viel Aufwand eine fantastische Nudelsauce für das Abendessen! Dann nur noch die Nudeln kochen und schon ist man fertig – da dauern die Nudeln wirklich am längsten und man hat wenig Stress.
 

Zutaten für Brennnesselbratlinge
 

Portionen

2 Portionen


Zutaten

50g Brennnesselblätter
100ml Olivenöl
75g Parmesankäse
30g Pinienkerne
20g Walnüsse oder Cashewkerne
1 – 2 Knoblauchzehen
Ahornsirup oder Balsamico-Essig nach Wunsch
Abrieb einer halben Zitrone
Saft einer halben Zitrone
Salz
Pfeffer
Nudeln

Zubereitung

1. Vorsichtig die Brennnesselblätter vom Stängel trennen und zusammen mit dem Olivenöl in einen hohen Mixer geben.

Alternative: Die Knoblauchzehen schälen, zerdrücken und den Strung entfernen, danach ebenfalls in den Mixer geben.

2. Nun die Pinienkerne leicht anrösten, bis sie goldig braun sind und anfangen zu duften. Danach abkühlen lassen.

3. Während die Kerne abkühlen, kannst du den Parmesankäse reiben und in den Mixer geben.

4. Anschließend gibst du die Pinienkerne und etwas von dem Saft und dem Abrieb der Zitrone dazu.

5. Alles glatt pürieren lassen (das geht auch mit einem Stabmixer) und mit Salz, Pfeffer und dem restlichen Zitronenabrieb abschmecken. Nach Bedarf mehr Olivenöl hinzugeben.

Variationen: Wenn du dein Brennnesselpesto ein wenig varrieren möchtest, kannst du auch mit Ahornsirup oder Balsamico-Essig experimentieren! Das verleiht deinem Pesto einen besonderen Geschmack!

6. Mit frisch gekochten und heißen Nudeln vermengen und sofort mit Parmesan servieren. Nach Wunsch das restliche Pesto haltbar machen (siehe unten)

Frisches Brennnesselpesto haltbarmachen

Am Besten schmeckt das Brennnesselpesto natürlich, wenn es direkt frisch hergestellt und zu den Nudeln gegeben wurde, wenn man aber auch die nächsten Tage oder sogar Monate etwas davon haben will, gibt es ein paar Tipps, wie du das Pesto haltbarer machen kannst.

Der einfachste Trick ist wohl auch der bekannteste: bedecke dein Pesto in einem Glas vollständig mit Olivenöl. So kann keine Luft an das Pesto und es bleibt länger haltbar.

Einfrieren wäre auch eine Option, die man in Erwägung ziehen kann, wenn man erstmal genug Pesto gegessen hat.

Ein anderer Trick macht dein Pesto nicht nur haltbar, sondern verwandelt es auch ganz nebenbei zu einem coolen Geschenk für die Familie oder Freunde! Fülle dein Pesto in sterile Gläser und stell die luftdicht verschlossenen Gläser für 15 Minuten in ein leicht köchelndes Wasserbad. Danach stellst du sie auf den Kopf und lässt sie gut auskühlen. So hält sich dein Pesto wirklich ewig!
 

Brennnesselpesto mit anderen Kräutern

Willst du dein Brennnesselpesto weiter aufwerten, kannst du natürlich auch noch andere Kräuter beimischen! Wie wäre es zum Beispiel mit dem nächsten Unkraut „Giersch“? Es schmeckt ein wenig wie Petersilie und die hat sich bekanntlich schon im Wallnusspesto ganz hervorragend gemacht!

Selbstverständlich kannst du auch das klassische Basilikum verwenden, falls du dich noch nicht an 100% Brennnessel herantraust. Auch wenn es dafür eigentlich kein Grund gibt. (Selbst meine Freundin liebt das Brennnesselpesto)
 

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Aber ich verbrenne mich immer an der Brennnessel

Ja, ich hatte diesen Post schon einmal in meinem Rezept für Brennnesselbratlinge und eigentlich bin ich gar kein Fan vom Recycling älterer Texte, aber gerade bei dem Thema fand ich es hilfreich, diese Tipps noch einmal aufzuführen. Auch, weil ich nicht davon ausgehe, dass man den vorherigen Post kennt. Also hier die Tipps zum Umgang mit Brennnessel:

Wer mit der Brennnessel kochen will, wird sich zunächst fragen, wie man an den nervenden Juckreiz bei der Berührung vorbeikommt. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten! Meine Schwiegereltern z.B. Pflücken die Brennnessel mit der bloßen Hand und rollen die Blätter in der Hand um die kleinen Brennhaare zu zerbrechen.

Mit der Aussage „man gewöhnt sich dran“ geht man dabei wohl vor. Nicht wirklich meine Strategie – ich pflück sie mit der Hand und gehe dann nach verschiedenen Strategien vor:

1. Die Brennnessel-Blätter werden mit einem Nudelholz gewalzt. So brechen die Brennhaare.
2. Beim Blanchieren werden die Brennhaare durch die Hitze zerstört.
3. Auch beim Pürieren werden die Haare durch die Klingen zerstört und brennen nicht mehr.

Mit diesen Methoden kann man an die Verarbeitung der Brennnessel gehen, ohne Angst haben zu müssen, dass die Pflanze einen den Mund verbrennt. Glücklicherweise findet sich in jedem Rezept die Möglichkeit, eine der Methoden verwenden zu können.

 

Rezept für Brennnesselbratlinge

 
Interessieren dich Wildkräuter, ihre Verwendung oder Wirkung? Schreib es mir gern in die Kommentare!

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